Der Ghostwriter

Irgendwie ist dieser kürzlich im Tagi porträtierte Achim Pollert fast süss. Sicherlich ist es ihm nicht bewusst, dass er mit seiner Arbeit Beihilfe zu Delikten leistet, dazu scheint er auch stolz auf seine Arbeit zu sein. Ich finde, letzteres darf er durchaus. Aber Plagiate und Ghostwriting sind Gift für die Wissenschaft und langfristig schlecht für die Reputation unserer Bildungsinstitute. Auf akademische Titel und Grade soll man sich verlassen können. Herrn Pollert gebührt ein Doktortitel, im Zweifelsfall vielleicht ehrenhalber, aber letztlich hat er ja offenbar die dafür notwendige intellektuelle Leistung erbracht. Dies aber natürlich unter der Voraussetzung, dass er seine Arbeiten kenntlich macht. Und diejenigen an den Pranger stellt, die sich mit fremden Federn schücken.

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